Zunehmen nach der Magersucht



Nach einer jahrelangen Magersucht ist es einfach nicht möglich, von heute auf morgen wieder ganz normal zu essen, aber selbst nach wenigen Wochen exzessiven Nicht-Essens ist der Magen geschrumpft. Doch nach einer wirklichen Magersucht liegt das Problem nicht nur im geschrumpften Magen, sondern auch im veränderten Stoffwechsel.

Der Magen kann überhaupt keine normalen Mengen an Nahrung mehr aufnehmen, er ist nicht mal in der Lage, geringe Mengen aufzunehmen. Manche Magersüchtige sind überhaupt nicht mehr in der Lage, feste Nahrung zu sich zu nehmen und müssen durch hochkalorische Astronautennahrung langsam wieder an Nahrung gewohnt werden.

Wieder mit dem Essen anzufangen, kostet Überwindung, denn der Hunger ist bereits nach einem kleinen Häppchen gestillt. Aus diesem Grund sollte die Ernährung nach einer Magersucht unbedingt ärztlich überwacht werden. Leichte Kost, fettarm, aber vitamin- und mineralhaltig sollte konsumiert werden.

Plötzliche Mengen von Nahrung, an die der Körper nicht mehr gewohnt ist, können genauso gefährlich sein wie es die Magersucht war – oder ist.

Über eines sollten sich Magersüchtige bewusst werden: ja, Nahrung ist gesund. Wieder zunehmen sollte das Ziel sein, ein Normalgewicht erreichen. Aber das geht nicht von heute auf morgen. Der Magen muss langsam wieder an die Nahrung und deren Verarbeitung gewöhnt werden, ebenso muss sich der Stoffwechsel und der Hormonhaushalt sehr langsam wieder den veränderten Bedingungen anpassen.

Ist das Normalgewicht wieder erreicht, was meist bereits nach wenigen Wochen der Fall ist, dann ist das oberste Ziel, feste Essenszeiten einzuhalten und eine Mindestanzahl an täglichen Kalorien. Der Körper braucht jetzt vor allem eine regelmäßige und abwechslungsreiche Kost.

Nach einer überstandenen Magersucht ist eine schnelle Gewichtszunahme vollkommen normal. Wer wieder etwas abnehmen möchte, sollte auch das unter ärztlicher Überwachung tun und sich strikt an Ernährungspläne halten, um gesund zu bleiben.