Ernährung bei Untergewicht



Wer so ehrlich zu sich selbst ist und ein leichtes oder sogar kritisches Untergewicht festgestellt hat und einen Weg aus dem Teufelskreis sucht, muss in erster Linie wieder anfangen zu essen. Magersüchtige müssen das Essen wieder neu lernen. Bulimiker müssen aufhören, sich zum erbrechen zu bringen.

Das ist gar nicht so einfach und bedarf oft der Hilfe von Fachleuten. Tatsache ist, dass plötzliches, normales Essen für einen Magersüchtigen nicht möglich ist. Der Magen ist geschrumpft und kann größere Mengen nicht aufnehmen. Aus diesem Grund muss man langsam anfangen wieder zu essen. In Selbsthilfegruppen, aber auch beim Hausarzt oder in speziellen Beratungsstellen kann man sich fachmännische Hilfe holen.

Experten sind gerne bei der Erstellung eines Ernährungsplanes behilflich. Allerdings müssen Betroffenen sich daran auch halten. Ein Ernährungsplan bei Untergewicht berücksichtigt die Anzahl der Kalorien, die der Betroffene täglich zu sich nehmen muss und diese werden anfangs in viele kleine Mahlzeiten aufgeteilt und dann langsam, Woche für Woche werden die Abstände zwischen den Mahlzeiten vergrößert und die einzelnen Mahlzeiten werden gleichzeitig immer ein Stück größer.

In vielen Fällen verschreiben Hausärzte oder Therapeuten ein hochkalorisches Getränk, das in der Apotheke erhältlich ist, um den Kalorienbedarf auch tatsächlich decken zu können.

Der BMI (Body Mass Index) wird wöchentlich berechnet und somit wird der Erfolg des Ernährungsplanes dokumentiert.