Hilfe bei Magersucht



Alleine finden nur die Wenigsten, ein nahezu verschwindend geringer Anteil von Betroffenen, den Weg aus dieser Krankheit. Nur wenige der Magersüchtigen ist überhaupt bereit, diese Krankheit als solche wahrzunehmen, die meisten Betroffenen halten sich für noch immer zu dick, entdecken noch immer Röllchen und Polster wo keine sind, wo auch bei einem Gewicht von zwischen 30 und 45 Kilo überhaupt keine Pölsterchen mehr sein können.

Meist sind es nahestehende Angehörige, die dafür sorgen, dass die betroffene Person Hilfe bekommt, jedoch hängt es dann von dieser ab, ob sie diese Hilfe annehmen möchte oder nicht. Denn der Wille, diese Krankheit erkennen zu wollen, den eigenen Zustand wahrzunehmen wie er in der Realität tatsächlich ist und etwas dagegen unternehmen zu wollen, hat einen mächtigen Feind: die Angst vor dem dick werden.

Angehörige von Betroffenen finden Selbsthilfegruppen im Internet, können sich als ersten Schritt Rat, Tipps und effektive Hilfe holen. Mit etwas Glück gelingt es sogar, die betroffene Person dazu zu bewegen, sich Hilfe zur Selbsthilfe zu holen, eine Beratung wahrzunehmen, die Magersucht zu erkennen und bekämpfen zu wollen. Weitere Hilfe und Beratung kann man sich beim Hausarzt holen.

Die aktive Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe, selbst wenn sie virtuell und anonym stattfindet – eine Möglichkeit, die in der heutigen Zeit gerne genutzt wird – ist schon einmal ein erster Schritt. Eine gut funktionierende Selbsthilfegruppe kann es möglicherweise schaffen, die an Magersucht erkrankte Person dazu zu bewegen, einen Therapeuten aufzusuchen, am besten sogar eine stationäre Therapie zu machen.