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Magersucht bei FrauenMagersucht und Bulimie sind zwar Krankheiten, die meist in der Pubertät ihre Anfänge finden, aber auch erwachsene Frauen, die in ihrer Entwicklung längst abgeschlossen sind, über ausreichend Lebenserfahrung und persönliche Erfolge verfügen, sind davor nicht geschützt. Selbst in unserer fortschrittlichen Zeit herrschen noch immer alte Theorien. Frauen müssen jung und schön sein und mit zunehmendem Alter werden sie einfach nur älter und irgendwann alt. Männer hingegen werden angeblich interessanter und besser. Ein Vierzigjähriger Mann hat in der heutigen Zeit bessere Chancen, einen neuen Job zu finden als eine gleichaltrige Frau bei gleicher Berufserfahrung und gleicher Qualifikation. Frauen neigen leider dazu, die Schuld an persönlichen Misserfolgen auf ihr Aussehen zu schieben. Sie fühlen sich zu dick, zu klein, zu dünn, zu groß, zu alt, zu blond, zu dunkelhaarig, zu blass. Ein persönlicher Schicksalsschlag wie z. B. ein Betrug des Partners oder gar eine zerbrochene Beziehung können so manchen Stein ins Rollen bringen. Manche Frauen reagieren tatsächlich mit totaler Appetitlosigkeit, essen tagelang kaum etwas oder gar nichts, manchmal zieht sich dieser Zustand über Wochen. Das Problem ist allerdings, dass der Magen sich schnell verkleinert oder vergrößert. Ein Magen der das Essen nicht mehr gewohnt ist, kann kaum etwas aufnehmen und so tritt oft nach wenigen Häppchen schon ein Sättigungsgefühl ein. Frauen, die genau diesen Zustand an sich selbst bemerken und vielleicht sogar zur Kenntnis genommen haben, dass sie eine Menge an Gewicht verloren haben, sollten sich Rat und Hilfe holen, vielleicht sogar eine Therapie machen, bevor aus einer Essstörung einer Magersucht wird. Denn wer Konfektionsgröße 38, 36 oder gar 34 trägt und sich noch immer über jedes verlorene Pund freut, ist gefährdet, an Magersucht zu erkranken. Speziell wenn die Gedanken um den erlittenen Schicksalsschlag kreisen und man anfängt sich mit Theorien zu befassen wie „wäre ich nicht so dick, dann wäre mir das nicht passiert“ wird es gefährlich. |
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