Magersucht gestorben



Magersucht kann zum Tod führen, das wissen sogar Betroffene, und trotzdem hungern sie sich weiter systematisch zu Tode.

Es ist nicht das geringe Körpergewicht, das zum Tod führt. Es sind die Mangelerscheinungen. Magnesiummangel sorgt für regelmäßige Muskelkrämpfe und greift das Herz an. Die Mangelerscheinungen verursachen schwerwiegende Herz-Rhythmusstörungen und ein plötzlicher Herzinfarkt kann für den Tod in sehr jungen Jahren sorgen.

Aber auch ein akutes Versagen der Nieren kann zum plötzlichen Tod führen. Aber ein total geschwächter Körper mit akuten Mangelerscheinungen kann für einen plötzlichen Tod sorgen, auch ganz ohne Herzinfarkt oder Nierenversagen.

Das Armani-Model Ana Carolina Reston verstarb im Alter von 21 Jahren an den Folgen ihrer Magersucht. Bei einer Körpergröße von 1,78 wog sie zum Schluss noch 40 kg. Ein weiteres Todesopfer der Magersucht unter den Models: Eliana Ramos verstarb im Alter von 18 Jahren, nur wenige Monate vor ihr war ihre Schwester im Alter von 22 Jahren an den Folgen der Magersucht gestorben – beide Models erlitten einen plötzlichen Herzinfarkt.

Drei Namen aus der Promi-Szene, die zu denken geben sollten, sehr viel höher ist die Zahl der Todesopfer, über die kaum jemand spricht, weil sie niemand kennt, nämlich das Mädchen von nebenan, das Mädchen aus der Parallelklasse oder die junge Frau von gegenüber.

Magersucht ist und bleibt eine Krankheit, die zum Tod führt, wenn sie keine Behandlung erfährt, und Schuld an diesem dramatischen Anstieg dieser Krankheit in der deutschen Bevölkerung sind ganz sicher falsche Schönheitsideale, die uns durch die Medien und unsere Vorbilder und Idole täglich suggeriert werden.