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Was ist Magersucht?Magersucht ist eine Essstörung – das weiß jeder. Der Betroffene isst einfach zu wenig, manchmal tagelang überhaupt nicht und die Menge der Nahrung die aufgenommen wird, befindet sich in einigen Fällen hart an der Grenze zum Verhungern. Man sollte keinesfalls denken, dass ein magersüchtiger Mensch – meist sind Frauen und Mädchen betroffen – keinen Hunger hat und niemals so etwas wie Appetit verspürt. Ganz im Gegenteil. Der Appetit ist ungeheuer groß, aber er wird mit allen Mitteln bekämpft. Die Angst vor dem dick werden ist offensichtlich größer als Hunger und Appetit. Bei Magersüchtigen geht es allerdings keinesfalls nur um die Angst vor dem dick werden. Dies Angst ist nur ein Symptom und damit ein diagnostisches Kriterium zur Feststellung der Krankheit durch den Arzt. Es gibt weitere diagnostische Kriterien: Starke Gewichtsabnahme von mindestens 15 Prozent unter dem Normalgewicht beispielsweise, auffällige Selbstkontrolle des Betroffenen, wenn er Nahrung zu sich nehmen soll, totale Verweigerung von hochkalorischen Nahrungsmitteln, und der Betroffene befasst sich permanent mit seinem Gewicht und einer weiteren Gewichtsabnahme. Magersucht hat viele Ursachen und alle sind psychisch begründet. Diese Essstörung ist also eine psychosomatische Erscheinung. In der Regel fehlt den Betroffenen jede Einsicht zu ihrer Erkrankung – sie halten sich für vollkommen gesund und „ernährungsbewusst“. Die eigene Körperwahrnehmung ist vollkommen verzerrt, eine magersüchtige Frau hält sich sogar mit Konfektionsgröße 34 oder gar 32 oftmals noch für zu dick. Magersucht muss unbedingt durch erfahrene Psychologen therapiert werden, denn die Folgen können dramatisch sein, wenn diese Krankheit nicht behandelt wird: das Gewicht reduziert sich immer mehr und irgendwann versagen die Organe. Es gab schon viele Fälle von Magersüchtigen, die sich zu Tode gehungert haben. |
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