Der Weg zur Magersucht



Der Weg zur Magersucht ist meist der gleiche. Bei Mädchen beginnt die Magersucht sehr häufig in der Pubertät. Falsche Idole, meist auch magersüchtig, und eine verzerrte Selbstwahrnehmung sorgen dafür, dass ein Mädchen, das sich ja noch in der Entwicklung befindet und ohnehin verunsichert ist angesichts der Veränderungen des eigenen Körpers, in die Magersucht rutscht.

Hinzu kommen können eventuelle Konflikte innerhalb der Familie oder der erste Liebeskummer als ernsthafter Auslöser. Mädchen – und später Frauen – neigen grundsätzlich dazu, schlank und schön sein zu wollen und messen ihren eigenen Wert leider an dieser Idealvorstellung, und sie wünschen sich nichts sehnlicher als diese angeblichen Traummaße. Die meisten Mädchen sind davon überzeugt, dass sie ihr persönliches Glück finden werden, wenn sie erst die Idealfigur erreicht haben.

Auch erwachsene Frauen sind davor nicht geschützt. Selbst wenn der rationale Verstand begreift, dass die Beziehung nicht am Gewicht gescheitert ist oder man den Job nicht wegen des Gewichts nicht bekommen hat, so neigen auch erwachsene Frauen dazu, Misserfolge auf ihre Figur zu schieben. Selbst wenn sie rank und schlank sind und beneidenswerte Konfektionsgrößen tragen, sind sie der Meinung, gewisse Polster müssten verschwinden, damit sie attraktiv und erfolgreich werden können.

Magersucht entsteht immer aus Minderwertigkeitsgefühlen und persönlichen Defiziten heraus und wird meist ausgelöst durch ein seelisches Trauma, gleich welcher Art.

Magersucht und wie sie entsteht ist bei fast allen Erfahrungsberichten immer die gleiche Erzählung. Von daher lohnt es sich möglicherweise, in gesunden Zeiten an der eigenen Selbstwahrnehmung zu arbeiten – und am eigenen Selbstwertgefühl.